STRESSBEDINGTE RÜCKENVERSPANNUNGEN, TEIL IV

Rückenverspannungen beim Pferd  -  durch körperliche Faktoren oder Trauma/Stress?

Im letzten Teil meiner Artikelserie beschreibe ich den Unterschied zwischen Verspannungen der Muskulatur, die auf äußere Umstände zurückgehen, wie z.B. ein schlecht sitzender Sattel, ein schiefer Reiter, falsches Training... und verspannter Muskulatur, die auf Stress oder sogar Trauma beruht.

Die Vorgänge, die im Gewebe der Muskulatur sowie auf biochemischer Ebene stattfinden, und zu einem dauerhaften Spannungszustand der Muskulatur führen, habe ich bereits im ersten Teil beschrieben.

Der Muskeltonus ist eng mit den unterschiedlichen Zuständen psychischer Anspannung verknüpft. Der Basistonus ist eine Art Wach- oder Bereitschaftszustand der Muskulatur, wenn sich das Pferd in einem Zustand der psychischen und physiologischen Harmonie befindet, außerhalb emotional angespannter Situationen oder anderer Störungen.
Der Muskeltonus erhöht sich, wenn das Pferd eine aggressive Stimmung in der Umgebung wahrnimmt.

Nach meiner Erfahrung besteht der Hauptunterschied darin, dass Muskelverspannungen, die auf äußere Faktoren zurückzuführen sind, sich in einzelnen Muskelgruppen, z.b. an der Schulter, gerne auch einseitig zeigen.
Dagegen zeigt sich ein Pferd, das langanhaltenden Stress oder ein Trauma hat, insgesamt, besonders am Rücken verspannt. Oft ist der Rücken wie ein Brett und das Pferd bewegt sich steif, „hält den Rücken fest“. Man sieht keinen seitlich schwingenden Rumpf im Schritt und das Pferd trägt den Kopf hoch.
Es ist natürlich zu unterscheiden, ob das gerade situationsbezogen ist oder das Pferd dauerhaft dieses Bewegungsmuster zeigt.

Zeichen, die auf Verspannungen durch äußere Faktoren hinweisen:

- das Pferd biegt sich auf einer Seite schlechter
- es tritt mit einem Bein kürzer, was zu einem Taktfehler führt
- es weicht immer zur selben Seite aus
- es galoppiert auf einer Hand nicht an oder geht in den Kreuzgalopp
- es verwirft sich im Nacken, besonders auf einer Seite

Zeichen, die auf innere Verspannungen hindeuten:

- der Rücken fühlt sich wie ein Brett an
- das Pferd sitzt sich unbequem beim Reiten
- es entspannt auch nicht nach längerer Lösungsphase im Training
- der Kopf ist meist gehoben
- beim Reiten stößt es den Reiter im Trab (Aussitzen ist kaum möglich)

Ein Pferd, dass ein Trauma hat, strahlt eine ganz andere Energie aus als ein Pferd mit einer „normalen“ Muskelverspannung. Spätestens dann, wenn ich die Hand auf den Rücken lege, spüre ich, um welche Art von Verspannung es sich handelt.
Bei stressbedingter Verspannung kann es sein, dass die Muskulatur so dicht ist, dass man nicht mal mit sanften Massagegriffen ran kommt. Da hilft dann nur eine Behandlung über das körpereigene Energiesystem.
Dazu lege ich meist die Hände auf Widerrist und LWS und spüre erstmal nur die Energie. Spüre ich ein Fließen der Energie oder auch das nicht? Hier bekomme ich schon einige Infos vom Pferd. Ist es eher introvertiert oder vorsichtig, misstrauisch, so gibt es auf Anhieb nichts von sich preis. Ich lasse die Hände liegen und spüre, atme – ohne Absicht. Das Pferd merkt, dass ich nichts von ihm erwarte, ihm Zeit und Raum gebe und dann kommt meist eine Antwort. Entweder kommt ein Zeichen der Entspannung durch ein unmerkliches Nachgeben im Gewebe oder der Kopf sinkt etwas tiefer oder es nimmt einen tieferen Atemzug. Es kann auch sein, dass ich den Impuls bekomme, meine Hände an anderen Körperstellen aufzulegen. Und so taste ich mich langsam in sein Energiesystem vor und kann dann mit der Behandlung der Chakren beginnen.

Ich hatte aber auch schon einen Wallach als Patienten, der so stark traumatisiert war, dass ich nicht mal energetisch etwas machen konnte, weil er komplett dicht machte. Da musste ich auf schamanische Techniken zurückgreifen und das Problem auf diese Weise angehen. Danach war dann eine energetische Behandlung möglich.

Jeder Fall ist anders und einzigartig, so wie jedes Lebewesen. Deshalb ist diese Arbeit auch so interessant für mich und immer wieder neu. Jedes mal darf ich etwas dazulernen.
Mit meinem Tun setze ich einen Heilungsimpuls, der bewirkt, dass der Organismus seine Selbstheilungskräfte aktiviert.
In den Tagen nach einer Behandlung wird sich etwas beim Pferd verändern, was dem aufmerksamen Besitzer auffallen wird. Die Energie kommt ins Fließen und das kommt auch beim Menschen an.

Dies ist der Abschluss meiner Artikelserie zu den Rückenverspannungen beim Pferd.

Ich gehe jetzt in die Weihnachtspause und bin ab 11.01.2021 wieder für dich da!

Ich wünsche dir eine schöne ruhige Weihnachtszeit und gute Erholung!

Im nächsten Jahr gibt es neue Workshops und einen neuen Seminarort, sei gespannt.
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Ich eröffne Deinem Pferd und Dir einen Heilraum voller neuer Möglichkeiten und begleite euch ein Stück auf eurem Weg.